Wo Riesen über den Kontinent gehoben werden

Jeder kennt seinen Namen, zumindest vom Erdkunde-Unterricht aus der Schulzeit: den Panama-Kanal. Aber im Verhältnis dazu haben – nach unseren Recherchen - bisher nur wenige Deutsche die weltbekannte Wasserstraße zwischen dem Atlantik im Norden und den Pazifischen Ozean im Süden persönlich besichtigt.

Nun, wir waren dort, mehr als einmal, und dennoch erfährt, sieht und hört man jedes Mal etwas Neues. Damit sind nicht die „harten Fakten“ gemeint, wenngleich die beeindruckend sind: durchschnittlich 40 Schiffe passieren täglich den 82 Kilometer langen und „zweispurigen“ Kanal, wobei die längsten bis zu 360 Meter messen und oft mehrere tausend Container an Bord haben! Diese schwimmenden Riesen zahlen mehrere hunderttausend US-Dollar für die Passage, was zunächst ungeheuerlich klingt, jedoch plausibel wird, wenn man die Alternative dazu bedenkt: eine tausende Kilometer und wochenlange Umfahrung von Südamerika um das stürmische Kap Horn herum!

Das eigentlich faszinierende ist jedoch, dass die Schiffe den Panama-Kanal auf einer Höhe von 26 Meter über dem Meeresspiegel „überschweben“! Das wurde möglich, indem gewaltige Schleusen auf beiden Seiten errichtet wurden und der Rio Chagres im Gatunsee und Alajuelasee aufgestaut wurde und wird. Das verbreiterte die Wasserverbindung und ersparte das komplette

Graben eines künstlichen Kanals zwischen beiden Ozeanen. Insofern werden also die Schiffe über die engste Stelle des amerikanischen Kontinents „hinübergehoben“.

Die hier abgebildeten Schleusen sind recht eng und deshalb werden die großen Tanker und Containerschiffe durch kleine, aber extrem stark motorisierte Boote davor und darin bugsiert. 

Zur Infrastruktur des Panama-Kanals gehören neben Be- und Entladestationen auf beiden Seiten auch eine Schienentrasse für die Passage des Kanals auf dem Landweg sowie drei moderne Brücken, welche den reibungslosen Fahrzeugverkehr zwischen Ost und West gewährleisten.   

Wann immer also eine Reise nach Panama auf dem Plan steht – einen Besuch des Kanals darf man sich nicht entgehen lassen! Möglicherweise trifft man dann dort – wie wir - auch auf Deutsch sprechende Besucher, selbst wenn es „eigentlich“ US-Amerikaner sind, die einige Jahre lang in Deutschland gearbeitet haben…:-)

Herzliche Grüße aus Panama von Susanne & Dietmar

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